We have a dream too!

Der Countdown läuft, aber in der Westbank gibt es sicher keine Spur von „Obamania“ – dafür gibt es auch wenig Grund, denn während der US-Präsident in Israel ein umfangreiches Programm absolviert, wird auf der palästinensischen Seite nicht viel Zeit bleiben – schon gar nicht um das zu sehen, was die Palästinenser bewegt: Checkpoint, Siedlungen, die Mauer. Der Sitz des Präsidenten war bereits heute abgeriegelt, als ungefähr 300 Demonstranten durch Ramallah zogen, um deutlich zu machen dass der Präsident nicht willkommen ist.

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Organisiert wurde die Demo von der Jugendgruppe „Filastiniyun min ajl al-karameh“ („Palästinenser um der Würde Willen“), in die Höhe gereckte Schuhe und zahlreiche Schilder hatten eine eindeutige Botschaft: Obama ist unerwünscht in Palästina, hier repräsentiert er nicht „hope“, sondern „no hope“. „We have a dream too“, sagte ein anderes Schild. Dafür dass die Demonstranten gar nicht erst den Präsidentenpalast erreichten sorgte ein riesiges Polizeiaufgebot. Neben Sprechchören gegen Obama wurde auch der restiktive Umgang der palästinensischen Autorität mit der Demonstration lautstark kritisiert. Auch der aus Ägypten bekannte Ruf „yaskut yaskut al-nizam“ (das Regime muss stürzen) war zu hören.

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Obama wird davon bei seinem Blitzbesuch in Palästina wohl nicht viel mitbekommen. Vielleicht sollte er so wie in diesem Video über Qalandiya fahren anstatt direkt per Helikopter in die Mukataa, den Präsidentenpalast in Ramallah, zu fliegen:

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