Archiv für den Monat: August 2015

„Ihr stinkt!“- Lautstarke Proteste, schweigende Politiker

"Ihr stinkt!" - Proteste gegen die Müllpolitik (c) Alisha Molter

„Ihr stinkt!“ – Proteste gegen die Müllpolitik (c) Alisha Molter

Wie Beiruts Müllproblem die Nation eint. Ein Gastbeitrag von Alisha Molter.

Totenstille herrscht an diesem Samstagabend in Beiruts Partyviertel Mar Mikhail, in dem ich seit Mai lebe. Ungewohnt schnell erreicht mein Sammeltaxi, den Pub „Radio Beirut“, der mich sonst um so manche erholsame Nacht bringt. Ein-, zweimal drücke ich mir auf die Ohren, aber es sind nicht meine Trommelfelle. Es ist fast so, als sei Beirut in einen Dornröschenschlaf verfallen. An den Stromausfällen kann es nicht liegen, denn die halten keinen Beiruter vom Party machen ab.

Kaum in der Wohnung, weiß ich was los ist: Ganz Beirut sitzt vor dem Fernseher! Aber es ist nicht etwa die Fußball- WM, die die Menschen ihr kaltes Bier in den Bars vergessen lässt. Es ist der Müll. Seinetwegen haben sich mehrere tausend Menschen in Beiruts Stadtzentrum zusammengefunden. Sie protestieren gegen den Abfall, der seit Wochen in den Straßen vor sich hingammelt und liefern sich Straßenschlachten mit der Polizei. Wer es nicht vor dem Fernseher mit verfolgt, geht selbst hin.

Am nächsten Tag gehe auch ich „gucken“. Gemeinsam mit meiner libanesisch-armenischen Freundin Elza, Unterstützerin der YouReek („Ihr stinkt“) Bewegung, mache ich mich auf den Weg ins Zentrum. „Nimm Zwiebeln mit und Cola“ rät mir mein syrischer Mitbewohner. Der muss sich ja auskennen mit Revolutionen und Tränengas, denke ich, und packe etwas verunsichert auch meine Taucherbrille ein. Man weiß ja nie.

Unweit Beiruts größter Moschee ist es vorbei mit der Stille. Menschenmassen rufen aufgebracht „Verbrecher“ und „haut ab“. Ein junger Mann rennt die Straße herunter. Er trommelt wie wild auf einen Kochtopf ein. „Wir, das Volk, wollen das Regime stürzen“, brüllt die Menge in Anlehnung an die Proteste des Arabischen Frühlings. Sie alle wollen in den Innenstadtbereich „Downtown“, in dem auch das Parlament liegt. Bereits an normalen Tagen abgeriegelt und bewacht, ist er heute verbarrikadiert und für die Öffentlichkeit gesperrt. Hinter den meterhohen Stacheldrahtzäunen stehen Polizisten mit ihren Schusswaffen. Nach den Ausschreitungen am Vorabend haben sie die Sicherheitsvorkehrungen noch erhöht. Heute ist hier kein Durchkommen.

Ich mische mich unter die Demonstranten. Zelte stehen am Rande, denn einige haben die Nacht hier verbracht. Laut schallt Fairouz’ Stimme aus den Lautsprechern. Als Sangesikone weit über den Libanon hinaus bekannt, ist sie auch ein Symbol der nationalen Einheit, für die sich konfessionsübergreifend die Fans begeistern. Menschen diskutieren und rufen Parolen gegen die Polizisten. Einige Demonstranten werfen Flaschen und Stöcke auf die Beamten. Ein Aktivist stimmt über das Mikrofon die Nationalhymne an. Die Menschen schwenken Libanon-Flaggen. „Eh yalla, hukume tlaai barra !“, rufen sie, „Los, Regierung raus!“. Ähnliche Worte fanden die Beiruter das letzte Mal während der „Zedernrevolution“ 2005, als die Demonstranten die syrischen Besatzer aufforderten, das Land zu verlassen.

Der Müll ist nur Auslöser eines längst überfälligen Aufbegehrens. Die Menschen demonstrieren gegen eine Regierung, die illegitim und korrumpiert ist, gegen Wasserknappheit und tägliche Stromausfälle, gegen die Generatorenmafia und die seit einem Jahr scheiternden Präsidentschaftswahlen. Den Gestank der Müllhaufen kennt hier im Libanon jeder. Der Gestank setzt sich über konfessionelle Strukturen hinweg. Er macht weder vor Schiiten, Sunniten, Drusen, Christlich-orthodoxen, Maroniten noch einer der anderen Konfessionen Halt. Er breitet sich über alle aus. Und ist für alle nur eins: unerträglich.

Neben jungen Männern mit viel Muskelmasse schmücken sich ein paar Botoxgesichter aus der Beiruter Oberschicht mit Libanons Farben. Eine Frau, in schwarzen Schleier gehüllt, fotografiert ihre Tochter auf einem Motorrad. Ein paar junge Aktivisten springen auf einem Polizeiauto herum, das nicht rechtzeitig abgeholt wurde. Die Polizisten hinter den Stachelzäunen werfen Blendgranaten. Der Knall ist enorm. Zum ersten Mal bekomme ich ein mulmiges Gefühl. Auch Elza traut den Polizisten nicht. Gestern sind mehrere Menschen verletzt worden, als die Sicherheitskräfte mit scharfer Munition in die Luft gefeuert haben.

Ein paar junge Mädchen machen unbeirrt Revolutions-Selfies. Neben mir steht eine ältere Dame aus Ashrafiehs christlicher Oberschicht. Sie spricht konsequent nur Französisch. Sie trägt rosafarbene Lackpumps und ein passendes Kleid. „Thaura, Thaura!“ ruft sie. Revolution! Beiruts Revolution mag auf den ersten Blick eigenartig erscheinen, doch für das sonst in religiöse Lager gespaltene Land ist der heutige Tag tatsächlich etwas Besonderes. „Wir wollen kein konfessionelles System mehr“ proklamiert ein selbst gemaltes Plakat in Französisch, Arabisch und Englisch. Überall wehen libanesische Flaggen. Ein 100 Meter langes rot-weißes Band wird von einem Ende zum anderen durchgereicht. Es schwebt über der Menge.

So unterschiedlich die Menschen sein mögen, sie alle scheinen die Nase voll zu haben von Tatenlosigkeit und Bereicherung der Politiker. Beirut fühlt sich gut an und erinnert an ein Volksfest: Musik, und Trommeln, jung und alt, mit Kopftuch oder ohne, alles ist bunt gemischt. „Schawarma?“ fragt uns ein Mann. Er streckt uns ein Tablett mit Hühnchensandwiches entgegen. Wir lehnen dankend ab.

Julia Boutros‘ Stimme erklingt über der Menge. „Ich atme Freiheit. Schneide mir nicht die Luft ab“, singt der libanesische Star. Ihre Worte scheinen heute fast wie ein Plädoyer gegen den Gestank. Die kommenden Tage werden zeigen, ob sie Widerhall finden, oder ob die Proteste wie so oft im Libanon sang- und klanglos verebben.

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Alisha Molter

Alisha Molter

Alisha Molter hat einen Master in „International and European Governance“ (WWU Muenster) und „Management des institutions culturelles“ (Sciences Po Lille). Nach einem Praktikum im Nahost-Büro Beirut der Heinrich-Böll-Stiftung unterstützt sie seit Mai 2015 das Büro Beirut als Beraterin.

Über den rattengiftbeschneiten Gipfeln der Müllberge

Müllberg bei Nacht (c) Bastian Neuhauser

Müllberg bei Nacht (c) Bastian Neuhauser

Impressionen vom 24. August 2015.  Ein Gastbeitrag von Bastian Neuhauser.

Die Straßen von Beirut können ziemlich dunkel sein. Heute Abend stinken sie noch dazu.

„Schau dir das an, du kommst doch aus Europa, sieht es da so aus?“ Ein wütender Mann mittleren Alters stiert mich aufgebracht an. Ich zucke mit den Achseln. Manchmal, denke ich mir, und Bilder von Neuköllner Altbaustraßen steigen in mir hoch.

Meine Begleitung zieht mich weiter, in eine Bar links von uns. Eine Bekannte stellt aus, Künstlerin, Armenierin, begabt. Man wirft kurz interessierte Blicke zu den bunt bestickten Bildern, die über den Tischen streitender Pärchen hängen, dann setzen wir uns in die Runde. Man stellt sich ungelenk vor.

Das Zentrum der Konversation, mit Lidschatten im Blau der Müllsäcke vor der Tür und einem Ensemble von Korallen um den Hals, dreht sich zu mir um. „Hast du gesehen, was hier draußen passiert? Wie lange soll das so weitergehen?“ Es scheint als käme ihr in diesem Moment selbst die Antwort auf diese Frage. „Khalas! Was sollen wir noch alles ertragen? Man gewöhnt sich an alles hier in diesem Land, wir haben uns daran gewöhnt nicht arbeiten zu können weil wir keinen Strom haben! Aber das?“ Sie zeigt durch die Fensterscheibe auf das rattengiftbeschneite Mittelgebirge aus Abfall. „Los! Was sitzen wir hier? Wir sollten den Müll denen vor die Haustür werfen, die dafür verantwortlich sind!“, „… Du meinst, um abgeknallt zu werden?“ lacht jemand. „Dann auf zum Parlament, jetzt gleich los, die sollen den Gestank genauso ertragen wie wir!“ Es herrscht kurz Stille, man blickt betreten auf die von einer monumentalen Käseplatte eingenommen Tischplatte, aber das Mädchen gibt nicht auf. „Dann wird es wie 2005, als jeder auf der Straße war! Das war wie der arabische Frühling vor dem arabischen Frühling. Erinnert ihr euch?“ Mittlerweile glänzen ihre Augen, einige nicken, ich habe davon nichts mitbekommen. „Was ist daraus geworden?“, frage ich unsicher. Die falsche Frage. „Nichts, es ging weiter, wie immer“, das Mädchen setzt sich.

Der Beifahrer der Begleitung will nach Hause, ich auch. Auf meinem Handy werde ich per Facebook eingeladen, das Vorhaben des Mädchens in die Tat umzusetzen. Sie war wohl nicht die erste. 2500 Zusagen, „haha, es werden sowieso wieder nur 50 kommen“, der erste Kommentar darunter. In Gemmayze kommen wir kaum vorwärts, die Straßen sind voller Menschen. „Trinken wir jetzt einfach neben den Müllsäcken weiter? Macht man das so?“ fragt der Fahrer entgeistert ins Leere. Sein Sitznachbar lacht, natürlich, so macht man wenigstens zuhause keinen Müll.

Er steigt aus, der Fahrer und ich sind allein im Auto. „Weißt du, für dich ist das bestimmt das aufregendste, was dir seit Ewigkeiten passiert ist. Aber für uns ist das immer so, ich habe die Schnauze voll.“ Ich weiß nicht was ich sagen soll. „Stell dir mal vor, wir würden selbst entscheiden, wie es läuft. Stell dir das mal vor, jede Woche würde man uns fragen: das Gesetz hier? Ja oder Nein? Wie krass das wär.“ Ja, denke ich mir, wie krass das wär.

Bastian Neuhaser

Bastian Neuhaser

Bastian Neuhauser studiert Politik und Soziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er verbrachte den Sommer 2015 als Praktikant im Nahost-Büro Beirut der Heinrich-Böll-Stiftung  und verfolgte dort ein Forschungsprojekt zu den Grenzen von Gender-Equality-NGOs im Libanon.

Abschied aus Gaza

Mein wahrscheinlich letzter Besuch im Gazastreifen (bevor ich Ende September Palästina verlasse) macht mich traurig. So viel Talent, so viel Möglichkeiten, so viel junge, großartige Menschen – und so unwürdige Bedingungen. Heute besuche ich zum ersten Mal die Kunstgalerie Eltiqa, eine von zwei Kunstgalerien im Gazastreifen. Die wunderbaren Künstler verarbeiten, wenig überraschend, die Lage im Gazastreifen in ihrer Kunst, den letzten mörderischen Krieg in ihren Bildern. Raed Issa hat im Krieg sein Haus verloren. „Schlimmer als die zerstörten Bauten sind die vielen verlorenen Erinnerungen.“ Die malt er auf seine Bilder zwischen Schuttberge und schafft ihnen so einen neuen Ort. Gazas Künstler leiden unter der Blockade.

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Raed Issa in der Eltiqa Galerie in Gaza (c) René Wildangel

Die benötigten Materialien, von Farben über Leinwände kommen kaum herein, müssen meist über ausländische Diplomaten eingeschmuggelt werden – als wäre auch die Kunst eine verbotene Waffe. Vor allem aber sagt Mohamed Abusal: „Kunst lebt mehr als alles andere vom Austausch, von den weltweiten Debatten.“ Aber die Künstler aus Gaza können nicht reisen. Raed hatte in den letzten Jahren Stipendien oder Ausstellungsangebote aus Europa, Mexiko, Japan und anderen Orten – aber herausgekommen ist er nie. Mohamed hat gerade ein Visum, um nach Frankreich zu reisen, aber er bekommt von Israel keine Erlaubnis für die Ausreise. So geht es Tausenden junger Menschen im Gazastreifen, die in die Isolation gezwungen werden, und dazu noch unter strenger Kontrolle der Hamasregierung stehen. Keinen Ort in Palästina habe ich in den letzten Jahren so lieben gelernt wie Gaza; es ist traurig zu sehen, wie Politik von außen mutwillig eine ganze Gesellschaft zerstört. Aber auf Dauer kann man fast 2 Millionen Menschen nicht einfach wegsperren. Ich freue mich auf den Moment, wenn Gazas junge Bevölkerung endlich in Würde leben und reisen kann.

Dazu ruft aktuell eine Avaaz-Petition auf, die hier unterzeichnet werden kann.

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Raed Issa’s painting of things and memories after his house was destroyed in the 2014 war. (c) René Wildangel

 

 

Von Schlitten und Hunden

Den Hund zum Jagen tragen ... oder so ähnlich. (c) Bente Scheller

Den Hund zum Jagen tragen … oder so ähnlich. (c) Bente Scheller

Beiruts Winter sind von sintflutartigen Regenfällen geprägt, die Sommer von einer tropischen Schwüle. Denkbar ungeeignete Bedingungen für das Halten von Tieren, die eigentlich am Nordpol heimisch sind, sollte man denken. Dennoch schaut man hinter jeder zweiten Straßenbiegung in die blauen Augen eines Huskys.

Vielleicht ist es einfach ein Missverständnis. Vielleicht interpretieren manche „Schlittenhund“ als den lebenden Wackeldackel für einen Straßenkreuzer. Oder sie denken, ihr profanes Fahrzeug würde durch einen solchen zu einem veritablen Schlitten aufgewertet.

Vorsicht, Schlittenhunde! Verpuffungsgefahr? (c) Bente Scheller

Vorsicht, Schlittenhunde! Verpuffungsgefahr? (c) Bente Scheller

 

 

Der gefürchtete Himmel – #ClearTheSky

Weather in Syria by Noura Aljawzi on Twitter

Weather in Syria by Noura Aljawzi on Twitter

Ein trauriges Muster prägt die Kriegsdynamik in Syrien: Wann immer die internationale Gemeinschaft bestimmte Formen der Gewalt verurteilt hat, hat dies nicht zu Deeskalation sondern zur Eskalation beigetragen. Diplomatisch war es kein gelungener Schachzug, früh zu erklären, man werde in Syrien nicht intervenieren, denn das Regime interpretierte dies als Erlaubmis, den Aufstand mit allen Mitteln niederzuschlagen, lange, bevor aus den Reihen der friedlich Protestierenden ernstzunehmende bewaffnete Gruppen hervorgingen. Wie es der syrische Menschenrechtsanwalt Anwar al-Bunni unlängst noch einmal auf den Punkt brachte: „Ich habe Anders F. Rasmussen immer wieder gewarnt: Seid doch einfach still, selbst wenn ihr nicht intervenieren wollt, sagt es einfach nicht. Aber sie konnten die Klappe nicht halten.“

Die Warnung des US-Präsidenten Barack Obama vor dem Einsatz von Chemiewaffen im August 2012 bescherte den Zivilisten in Syrien einen blutigen Herbst: in den Monaten nach der Ankündigung dieser roten Linie war es, dass Human Rights Watch und Amensty international verheerende Häufungen der Angriffe der syrischen Luftwaffe auf die Warteschlangen vor den Bäckereien dokumentierten. Die harmloseste aller Tätigkeiten, Brot holen für die Familie, mit der in Syrien oft Kinder betraut waren, wurde plötzlich zu einer der riskantesten. Gleichzeitig wurden auch deutlich mehr der international geächteten Streubomben und Brandbomben eingesetzt.

Während die Welt im September 2013 gebannt verfolgte, wie durch Verhandlungen eine  unausweichlich scheinende militärische Intervention abgewendet wurde, bedeutete dies für SyrerInnnen keine Erleichterung sondern lediglich eine weitere Verschärfung ihrer Situation. Statt das Regime für seine undeklarierten Bestände – weltweit zu den größten gehörend – zur Rechenschaft zu ziehen und damit ein starkes Signal für internationales Recht zu setzen, war die Botschaft: es zahlt sich aus, internationales Recht zu brechen. Je schärfer die Verletzung, desto mehr Profit kann man als autoritäres Regime daraus schlagen, wenn man sich danach kooperativ gibt. Ein Beispiel, das in jedem Handbuch für das Überleben von Diktatoren Furore machen dürfte.

Mit seiner Verpflichtung, Chemiewaffen zu übergebenging einher, dass das Regime seine Angriffe mit den weitaus tödlicheren Fassbomben intensivierte. Selbst nach der UN-Sicherheitsresolution 2139 (2014), die explizit ein Ende der improvisierten, tödlichen Frachten forderte, warf das Regime mehr, nicht weniger Fassbomben ab, jetzt sogar teileweise mit Chlorgas gepaart.

AktivistInnen haben daher zum zweiten Gedenktag des Chemiewaffen-Massakers in Ghouta nicht nur an die damaligen Opfer erinnert, sondern eine Kampagne gestartet, in der sie ein Ende des Tods aus dem Himmel fordern: #ClearTheSky ist der Hastag, unter dem Planet Syria daran erinnert, dass Fassbomben die Hauptursache von Tod und Vertreibung in Syrien sind. In fünf knappen Punkten umreißen die AktivistInnen die Hauptpunkte, warum ein Ende der Luftangriffe der wichtigste Schritt  zu einer Befridung wäre. „Für die Kämpfe in Syrien kann es keine militärische Lösung geben. Aber wie damals in Bosnien kann eine Flugverbotszone zum Schutz der Zivilbevölkerung beitragen und helfen, die kämpfenden Parteien an den Verhandlungstisch zu bringen. Zu viele Syrer_innen verbringen ihre Tage damit, in den Himmel hochzuschauen und sich zu fragen, wann die nächste Fassbombe fallen und was sie treffen wird,“ heißt es im letzten Absatz der Forderungen.

Heute finden in Aachen und Köln Demonstrationen dazu statt. Aber auch zu Hause kann jederR seine Solidarität zum Ausdruck bringen, in dem er/sie ein Foto von sich macht, den Blick zum Himmel gerichtet, und es unter #ClearTheSky weiterverbreitet.